Glaskubus – innovativer Raum für Jugendliche

  • Haben Jugendliche und Kinder in der heutigen Zeit noch Raum für sich? Wo können sie sein, ohne weggeschickt zu werden?
  • Haben Parkplätze für Autos nicht mehr Raum und lösen die Treffpunkte für die Generation der Zukunft ab?
  • Werden Kinder vom Kirchenplatz weggeschickt, wenn sie spielen, lachen und Lärm machen?

Glaskubus und Spielanimation

Der Glaskubus möchte einen eigenen, temporären Raum für Kinder und Jugendliche in der lokalen Pfarrei vor Ort erschaffen. Auf dem Kirchenplatz in Uster war er bereits Anfang Juni, nach Dietlikon (22. bis 26. September 2015) und auf den Parkplatz am Dorffäscht in Niederhasli (24. bis 28. Juni 2015) kommt er noch.
Der 5x5m grosse Glaskubus mit den hohen Palmen als Eyecatcher steht auf dem Platz, der für eine Woche den Kinder und Jugendlichen gehört. Jugendliche können sich dort eine Pause in der Hängematte gönnen, auf dem Sofa oder im Liegestuhl relaxen, den WLAN-Sport nutzen oder trinken etwas an der Bar. Die Infrastruktur steht zur freien Verfügung und gleichzeitig werden Workshops durchgeführt: Rap-Kurs, Parkour, DJ-Kurs, Schmuck kreieren, Spielbus für die Kinder, Breakdance und roundabout. Alle Angebote sind kostenlos, ohne Anmeldung und offen für alle.

Die Grundidee ist es nach wie vor, einen sichtbaren Raum in der Öffentlichkeit für Jugendliche zu schaffen.

Breakdance meet @ roundabout ZHWie die Jugendlichen den Raum „einnehmen“ ist sehr unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab: der Kultur vom Kirchenplatz unter dem Jahr, dem Standort in der Gemeinde bzw. Stadt, der Werbung durch die lokale Pfarrei und das Bedürfnis der Jugendlichen vor Ort. Dass Jugendliche Raum wollen bzw. brauchen, ist in der professionellen Jugendarbeit unbestritten und wird auch immer wieder sichtbar, wenn Jugendliche z.B. am Bahnhof mit klassischer Musik vertrieben werden.Junge Grafikerinnen die den Glaskubus designt haben

Die „Feuertaufe“ in Uster war erfolgreich, und das Projekt hat geklappt. Das Nebenziel, dass kirchliche Jugendarbeit viel leistet, es aber nur Insider wissen und nicht die breite Öffentlichkeit, wurde klar erreicht. Die Anzahl Jugendlichen hielt sich in Grenzen und das freiwillige Angebot der Workshops wurde besucht und genützt. Im Wandel der kirchlichen Jugendarbeit vom Jugendgottesdient zu offenen Angeboten bzw. Projekten ist eine neue Ausrichtung entstanden. Dieses Bild wird im Projekt Glaskubus vor Ort in der lokalen Pfarrei dargestellt und präsentiert. Gespannt schauen wir auf die Glaskubus Woche in den nächsten beiden Pfarreien Niederhasli & Dietlikon.

von Stefan Ritz, Jugendseelsorge Zürich

Infos www.glasMitarbeiter Jugendseelsorge Zürichkubus.ch

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